Pflanzliche Inhaltsstoffe im Fokus: Neue Regulierung für Nahrungsergänzungsmittel 2025?

Pflanzliche Inhaltsstoffe im Fokus: Neue Regulierung für Nahrungsergänzungsmittel 2025?

Die Welt der Supplements ist ständig in Bewegung – und 2025 zeigt sich besonders deutlich: 

Es geht nicht mehr nur um Vitamine und Mineralstoffe, sondern um Qualität, Transparenz und neue Produktformen. Doch was hat sich konkret getan? Wir haben die wichtigsten Entwicklungen für dich zusammengefasst.

Regulierungen: Mehr Klarheit, aber auch mehr Anforderungen

Ein zentraler Punkt in diesem Jahr: die Regulierung. Die EU arbeitet derzeit an einem umfassenden Update der Regeln für Nahrungsergänzungsmittel. Ziel ist es, die Sicherheit für Verbraucher zu erhöhen und Herstellern klare Vorgaben zu geben.

Das betrifft unter anderem die Zulassung neuer Wirkstoffformen. So wurde etwa Calcidiol-Monohydrat als neue Quelle für Vitamin D offiziell freigegeben – ein spannender Schritt für Hersteller und Konsumenten, die nach bioverfügbaren Alternativen suchen.

Die sogenannten Gesundheitsaussagen (Health Claims) - sprich das zugelassene Wording in der Bewerbung und Promotion von bestimmten Mitteln und Wirkstoffen - werden noch stärker eingeschränkt.

Nur Aussagen, die offiziell zugelassen sind, dürfen noch verwendet werden. Das zwingt viele Hersteller, transparenter zu kommunizieren – und sich nicht länger auf vage Versprechen zu verlassen. Ich brauche natürlich nicht verleugnen, dass uns als Vertreiber von eben solchen Supplements, diese Einschränkungen insbesondere im Marketing durchaus einschränken können. 

Nichtsdestotrotz soll so ein gewisses weiteres Maß an Sicherheit für Euch als Verbraucher geschaffen werden. Händler können - oder besser gesagt dürfen - also nicht mehr jedes neue, trendige Mittel in den Himmel loben und eine Wunderheilung gegen sämtliche Beschwerden und Leiden versprechen. Und das ist im Kern ja eine vernünftige Sache.

 

Apropos aktuelle Trendmittel:

Pflanzliche Inhaltsstoffe wie Ashwagandha oder Kurkuma stehen verstärkt im Fokus der Behörden. Immer häufiger wird die Frage gestellt, wie sicher diese beliebten Pflanzenstoffe wirklich sind – was für Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln zu Einschränkungen oder sogar Reformulierungen ihrer Produkte führen könnte. 

Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Ashwagandha haben in den letzten Jahren zugenommen, nicht zuletzt nach kritischen Einschätzungen der WHO.

 

Regulierung von Nahrungsergänzungsmitteln: Ein turbulentes Jahr 2024

Laut Dr. Mark Tallon, Managing Partner der Lebensmittelrechtskanzlei Legal Foods, war 2024 ein Jahr voller regulatorischer Unsicherheiten. Uneinheitliche Vorschriften, wachsende Rechtsstreitigkeiten und zunehmende Bedenken zur Sicherheit von Inhaltsstoffen prägten die Branche.

Unternehmen mussten mit „Drohungen und Verzögerungen“ umgehen, da die Durchsetzung in der EU stark fragmentiert verlief – insbesondere bei botanischen Claims und der Ampelkennzeichnung. Dies führte zu erheblichen Hürden im freien Warenverkehr von Nahrungsergänzungsmitteln.

 

Ashwagandha auf der Liste riskanter Substanzen

Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt ein Bericht der Heads of Food Safety Agencies (HoA), der 117 Substanzen auflistet, die in Nahrungsergänzungsmitteln nicht mehr verwendet werden sollten – darunter auch Ashwagandha. Deutschland gilt als treibende Kraft hinter diesen Empfehlungen.

Dr. Tallon geht davon aus, dass dies den Weg für neue Regulierungen von pflanzlichen Inhaltsstoffen im Jahr 2025 ebnen wird. In Großbritannien hat die Lebensmittelaufsicht (FSA) bereits eine Sicherheitskonsultation zu Ashwagandha abgeschlossen.

 

Industrie unter Druck: Nachweise zur sicheren Verwendung gefordert

Dr. Tallon warnt: Die Nahrungsergänzungsmittel-Industrie müsse jetzt aktiv handeln und sicherheitsrelevante Dossiers für Pflanzenstoffe wie Ashwagandha, Kurkuma & Co. erstellen. Erfolgt dies zu spät, könnte die Produktvielfalt für Euch als Verbraucher stark eingeschränkt werden.

Dennoch gibt es auch noch ein paar positive Entwicklungen: Einige Unternehmen haben rechtliche Erfolge erzielt, indem sie sich gegen eine übermäßige Auslegung von Gesetzen durch Behörden gewehrt haben.

 

Beispiel Honig: Bedeutung für EU-Vorgaben

Ein aktuelles Urteil aus dem Vereinigten Königreich sorgt für Aufmerksamkeit: Dort entschied ein Gericht, dass der Begriff „roh“ bei Honig nicht irreführend ist. Dieses Urteil könnte Signalwirkung für die EU haben und zeigt, wie stark Unterschiede in der Regulierung bestimmte Vermarktungsaussagen beeinflussen können.


Um jetzt aber auch mal einen Abschluss zu finden:

Die kommenden Jahre könnten entscheidend für die Regulierung von botanischen Nahrungsergänzungsmitteln werden.

Für Euch als Nutzer bedeutet das vor allem eines – hinsehen lohnt sich. Achtet auf die Herkunft der Inhaltsstoffe, hinterfragt Werbeaussagen und setzt auf Anbieter, die offen und transparent mit Euch kommunizieren.

Hersteller müssen sich darauf einstellen, dass Behörden nicht wenige Stoffe genauer unter die Lupe nehmen werden.


In diesem Sinne bedanke ich mich für´s Lesen und wünsche euch viel Gesundheit und Glück!

Euer Alex von Valetudo-Vitalstoffe 🍃😊


Ach ja, noch ein kleiner Tipp: 

In unserem Shop findest du Nahrungsergänzungsmittel, die wir mit Bedacht ausgewählt haben – unter Berücksichtigung aktueller Studien, mit zertifizierten Rohstoffen und ohne unnötige Zusätze. 

Tu dir jetzt was Gutes und stöbere unter unseren Produkten

Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse gerne einen Kommentar - wir freuen uns auf spannende Diskussionen.